Papa Schulz und die Osterstraße | FILM

Wie können alte Menschen in einer Großstadt wie Hamburg ihren Bedürfnissen entsprechend leben? Stadtplanung und Politik sind in der Verantwortung für ein menschenwürdiges Miteinander. Eine Filmdokumentation über Demenz und das Altwerden in der Stadt von Michael Kottmeier und Stefan Prehn – nach einer Idee von Jochen Hanisch.

Papa Schulz auf seinen täglichen Spaziergängen in der Osterstraße. Dass der 86-Jährige unter Demenz leidet, sieht man ihm auf den ersten Blick nicht an. Er fühlt sich in seinem Quartier gut aufgehoben. Wir zeigen Papa Schulz in seinem Wohnumfeld und stellen die Menschen und Institutionen vor, die sich wie selbstverständlich um ihn kümmern, die jenseits ökonomischer Interessen mit ihm und seinen kleptomanischen Neigungen umgehen und so zu einem Zustand gelebter Humanität beitragen. Dass es hierzu eines besonderen städtebaulichen Umfeldes bedarf, wird ebenso thematisiert wie die Tatsache, dass die Politik dafür Sorge tragen muss, dass solche Qualitäten, wie sie sich in der Osterstraße noch finden, keine Zufallsergebnisse mehr sein dürfen.

Der Film richtet sich an ein Publikum, das sich in die öffentliche Debatte um die Frage von Inklusion, die Einbindung von Benachteiligten, einmischt. Inklusion – also Zugehörigkeit – bedeutet das Gegenteil von Ausgrenzung. Jeder Mensch hat das Recht, dabei zu sein: in der Schule, am Arbeitsplatz und eben auch im Wohnviertel. Der Film geht der Frage nach, inwieweit auch planerische und städtebauliche Entscheidungen maßgeblich für die sozialen Beziehungen in einem Stadtteil verantwortlich sein können. Er ist Beitrag zur Debatte und aufgrund seiner komprimierten Länge von 30 Minuten auch gut als Seminarbeitrag verwendbar. “Papa Schulz und die Osterstraße” wurde bereits auf mehreren Veranstaltungen gezeigt, unter anderem auch im Metropolis Kino Hamburg im Rahmen der Hamburger Demenztage.

Der Film ist als DVD unter info@k-film.de zum Preis von 20 Euro erhältlich.

Idee: Jochen Hanisch
Konzept: Michael Kottmeier und Stefan Prehn
Kamera: Michael Kottmeier
Ton: Stefan Prehn
Schnitt: Christoffer Koller
Grafik DVD: Annrika Kiefer
Fotos: Michael Kottmeier
Lektorat: Beatrix Sommer

Filmlänge: 30 Minuten
Format: HD